Weihnachtsgeldrechner
Mit einem Weihnachtsgeld-Rechner lässt sich ermitteln, wie hoch eine Sonderzahlung vor Abzügen ausfällt. Entscheidend sind das vereinbarte Monatsgehalt und die Regel, nach der das Weihnachtsgeld bemessen wird: ein fester Betrag, ein Prozentsatz des Gehalts oder beispielsweise ein volles Monatsgehalt. Im Folgenden erkläre ich die Rechnung und die Punkte, die ein rechnerisches Ergebnis verändern können.
Weihnachtsgeld aus dem Monatsgehalt berechnen
Ist das Weihnachtsgeld als Prozentsatz eines Bruttomonatsgehalts festgelegt, lautet die Rechnung:
Weihnachtsgeld brutto = maßgebliches Bruttomonatsgehalt × vereinbarter Prozentsatz ÷ 100
Bei 3.000 € Monatsgehalt und 50 % Weihnachtsgeld ergibt das 3.000 € × 0,50 = 1.500 € brutto. Die Beispiele in der Tabelle sind reine Rechenbeispiele, keine Aussage über einen üblichen oder gesetzlich vorgeschriebenen Satz.
| Bruttomonatsgehalt | Angenommene Regel | Rechnung | Weihnachtsgeld brutto |
|---|---|---|---|
| 3.000 € | 50 % eines Monatsgehalts | 3.000 € × 0,50 | 1.500 € |
| 3.000 € | 100 % eines Monatsgehalts | 3.000 € × 1,00 | 3.000 € |
| 3.200 € | 25 % eines Monatsgehalts | 3.200 € × 0,25 | 800 € |
| 3.000 € | Festbetrag | vertraglich festgelegte Summe | 800 € |
Anteiliges Weihnachtsgeld bei kürzerer Beschäftigung
Eine anteilige Berechnung ist möglich, wenn die für den Anspruch geltende Regelung sie vorsieht. Ein Rechenbeispiel: Das volle Weihnachtsgeld beträgt 1.500 €, und für jeden von zwölf berücksichtigten Monaten soll ein Zwölftel gezahlt werden. Für acht Monate ergeben sich 1.500 € × 8 ÷ 12 = 1.000 € brutto.
Ob Monate bei einem Eintritt oder Austritt im laufenden Jahr tatsächlich so gezählt werden, lässt sich nicht allein aus dem Eintrittsdatum ableiten. Dafür kommt es auf die geltende Vereinbarung und den Zweck der Zahlung an. Ein Weihnachtsgeld-Rechner kann die vereinbarte Rechenregel anwenden, aber keinen Anspruch auf eine anteilige Zahlung feststellen.
Welche Angaben für die Berechnung wichtig sind
- Bemessungsgrundlage: Welches Gehalt ist maßgeblich? Regelmäßige Zulagen oder variable Entgeltbestandteile gehören nicht automatisch dazu.
- Höhe der Zahlung: Ist ein Prozentsatz, ein Monatsgehalt oder ein fester Betrag vereinbart?
- Bezugszeitraum: Gibt es Regeln für Ein- und Austritt, Teilzeit oder Änderungen des Gehalts?
- Anspruchsgrundlage: Eine allgemeine gesetzliche Pflicht, Weihnachtsgeld in bestimmter Höhe zu zahlen, gibt es nicht. Maßgeblich können unter anderem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung sein.
Brutto ist nicht netto
Die berechnete Sonderzahlung ist zunächst ein Bruttobetrag. Was davon ausgezahlt wird, hängt von der Lohnabrechnung ab. Weihnachtsgeld wird lohnsteuerlich regelmäßig als sonstiger Bezug behandelt; auch Sozialversicherungsbeiträge können anfallen. Deshalb ist es nicht verlässlich, vom Bruttoweihnachtsgeld pauschal einen festen Prozentsatz abzuziehen.
Auch die Bezeichnung „13. Monatsgehalt“ beantwortet für sich genommen nicht, welche Voraussetzungen für eine Zahlung gelten. Für eine genaue Berechnung schaue ich zuerst auf die konkrete Regelung zur Höhe und anschließend auf mögliche Bedingungen für den Anspruch.