Annuitätendarlehen-Rechner: Monatsrate und Restschuld berechnen

Annuitätendarlehensrechner

Ein Annuitätendarlehen wird in gleichbleibenden Raten zurückgezahlt – zumindest während der vereinbarten Zinsbindung. Jede Rate besteht aus Zinsen und Tilgung. Mit sinkender Restschuld fallen weniger Zinsen an; dadurch wächst bei gleicher Rate der Tilgungsanteil. Im Folgenden erkläre ich, wie sich die Monatsrate berechnen lässt und worauf es bei der Restschuld ankommt.

Monatsrate aus Zins und anfänglicher Tilgung

Für eine erste Berechnung werden Darlehensbetrag, gebundener Sollzins und anfänglicher Tilgungssatz benötigt. Bei monatlicher Zahlung ergibt sich die Rate näherungsweise so:

Monatsrate = Darlehensbetrag × (Sollzins + anfängliche Tilgung) ÷ 12

Die Prozentsätze sind dabei als Dezimalzahlen einzusetzen: 4 % entsprechen 0,04. Bei einem Darlehen von 200.000 €, 4 % Sollzins pro Jahr und 2 % anfänglicher Tilgung beträgt die Monatsrate:

200.000 € × (0,04 + 0,02) ÷ 12 = 1.000 €

Diese Rechnung zeigt die anfängliche Rate. Sie sagt noch nicht, wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist oder welche Konditionen danach gelten.

Wie sich Zins und Tilgung verschieben

Im Beispiel werden die Zinsen monatlich auf die jeweilige Restschuld berechnet. Im ersten Monat sind das 200.000 € × 0,04 ÷ 12 = 666,67 €. Von der Rate bleiben 333,33 € für die Tilgung. Die folgende Tabelle zeigt die ersten drei Monate; gerechnet wird jeweils mit auf Cent gerundeten Beträgen.

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Monat Restschuld zu Beginn Rate Zinsen Tilgung Restschuld danach
1 200.000,00 € 1.000,00 € 666,67 € 333,33 € 199.666,67 €
2 199.666,67 € 1.000,00 € 665,56 € 334,44 € 199.332,23 €
3 199.332,23 € 1.000,00 € 664,44 € 335,56 € 198.996,67 €

Schon im zweiten Monat ist der Zinsbetrag kleiner als im ersten. Die frei werdenden 1,11 € fließen zusätzlich in die Tilgung. Kleine Unterschiede zu einem konkreten Zahlungsplan können durch Rundungsregeln und Zahlungstermine entstehen.

Restschuld und Zinsbindung

Bei einer Baufinanzierung ist die Zinsbindung oft kürzer als die gesamte Rückzahlungsdauer. Deshalb ist neben der Monatsrate besonders die Restschuld zum Ende der Zinsbindung wichtig. Für sie wird gegebenenfalls eine Anschlussfinanzierung benötigt. Deren Zinssatz steht bei Abschluss des ursprünglichen Darlehens nicht fest, sofern keine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde.

Ein Annuitätendarlehen-Rechner hilft, Varianten zu vergleichen: Eine höhere anfängliche Tilgung erhöht die Monatsrate, senkt aber die Restschuld schneller. Eine niedrigere Rate entlastet zunächst das monatliche Budget, führt bei sonst gleichen Bedingungen jedoch zu einer höheren Restschuld.

Welche Angaben beim Vergleich zählen

  • Darlehensbetrag: der tatsächlich finanzierte Betrag, nicht automatisch der gesamte Kaufpreis.
  • Sollzins und Zinsbindung: sie bestimmen die Zinskosten während des vereinbarten Zeitraums.
  • Anfängliche Tilgung: sie beeinflusst Monatsrate und Entwicklung der Restschuld.
  • Sondertilgungen: zusätzliche Zahlungen senken die Restschuld, wenn der Vertrag sie zulässt.
  • Effektiver Jahreszins: er berücksichtigt neben dem Sollzins bestimmte weitere preisbestimmende Bestandteile und eignet sich unter vergleichbaren Bedingungen besser zum Vergleich von Angeboten.
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Ich würde beim Vergleichen daher nicht nur auf eine tragbare Monatsrate achten, sondern auch auf die verbleibende Schuld nach der Zinsbindung. Der Rechner liefert dafür eine Modellrechnung; maßgeblich für Zahlungen, Sondertilgungen und Rundung bleibt der konkrete Darlehensvertrag.